Ich bin 1969 in der Altmark in Stendal geboren und in Osterburg aufgewachsen. Dort begleiteten mich unbewußt die Gemälde meines Großvaters. Nach seinem Tod 1996 begann ich mir autodidaktisch die Acryl- und Aquarellmalerei anzueignen. Anfänglich malte ich wie mein Großvater Landschaften, Stillleben und Tiere.

1997 siedelte ich nach Berlin Friedrichshain über. Hier verdiente ich meinen Lebensunterhalt im medizinischen Bereich, bis ich ab 2010 das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg am Kolleg Schöneberg nachholte. Anschließend studierte ich Geschichte und Kunst- und Bildgeschichte an der Humboldt Universität zu Berlin.

Als sich Ostberlin durch die Gentrifizierung stark zu verändern begann, machte ich mir dies zum künstlerischen Thema. Dabei floss in meine Malerei auch die gedankliche Verarbeitung der radikalen Veränderung nach der Wende in Ostdeutschland ein, die für mich gleichbedeutend mit Heimatverlust und Orientierungslosigkeit war. Anfänglich interpretierte ich meine analogen Fotografien der verschwundenen Stadtlandschaften noch gegenständlich. Aber im Laufe der Zeit entwickelten sich Bilder, in welchen ich verschiedene Zeitschichten der dargestellten Orte und Gebäude, aus mehreren Fotos vermischte, sodass die Geschichte der Architektur und Stadtlandschaften lebendiger wurde: geSchichten

2024 der Großstadt müde, zog ich wieder in meine alte Heimat die Altmark zurück.